Privates Kultur- und Geschichtsprojekt. Keine Verbindung zum Eigentümer von Schloss Ramholz.
Schloss Ramholz von der Vorfahrt aus: Hauptfassade mit Uhrturm, barockem Volutengiebel und Tudor-Fachwerkgiebel

Vollmerz · Schlüchtern · Bergwinkel

Schloss Ramholz

Ein Herrenhof von 1167, ein Huttenschloss von 1501, ein Schloss des Historismus und ein Landschaftspark, der einst bis zur Burgruine Steckelberg reichte. Die Geschichte eines Ortes, an dem Reichsgeschichte, Stahlvermögen und die klassische Moderne aufeinandertreffen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Bergwinkels,

Schloss Ramholz liegt wenige Minuten von meinem Zuhause entfernt, und doch ist die Geschichte hinter seinen Mauern kaum bekannt: ein Stahlvermögen aus dem Saarland, ein Bauherr, der sein Schloss vermutlich nur ein- oder wenige Male betreten hat, ein Staatssekretär, der den Frieden von Brest-Litowsk verhandelte, eine Kunstsammlung, aus der ein Picasso heute in Basel hängt, und ein Oktoberabend des Jahres 1948, an dem Europa im Bergwinkel zu Gast war.

Diese Seiten tragen zusammen, was sich belegen lässt, und benennen offen, was ungeklärt ist. Sie sind ein privates Vorhaben ohne Verbindung zum heutigen Eigentümer. Jeder Hinweis, jedes Foto und jede Erinnerung, die Sie beisteuern, macht sie genauer.

Mit besten Grüßen

Tim Häußermann

Historischer Kalender

„Zu diesem Schloss wurde am 29. November 1893 der Grundstein gelegt. Am 25. September 1895 die Fahne auf den Turm gesteckt. Gott segne nun das Haus, und alle, die gehn ein und aus.“

Inschrift einer Steinplatte am Schloss

Aus der Recherche

Ein Picasso aus Ramholz hängt in Basel

Die Provenienzliste des Kunstmuseums Basel nennt für das Jahr 1917 den Ramholzer Rentmeister Felix Muche-Ramholz als Eigentümer eines Picasso von 1912. Ein zweites Werk aus demselben Haushalt verschwand 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“. Zur Sammlung

Ansichten

Ramholz heute

Schräge Gesamtansicht von Schloss Ramholz mit Uhrturm und Volutengiebel im Gegenlicht
Die Gesamtanlage im Gegenlicht. Der Bau der Brüder von Seidl schließt rechts an das ältere Gebäude an.
Parkteich in Ramholz mit Spiegelung, dahinter ein rotes Gebäude und ein Fachwerkhaus
Der Große Badeteich, einst zum Baden und Rudern genutzt. Am anderen Ufer vermutlich Kegelbahn und Försterhaus. Die Spiegelung gehört zur Komposition: Von vielen Stellen im Park sollte man auf den Teich sehen.
Schmiedeeisernes Tor in Ramholz mit dem Monogramm H S unter einer Krone
Das Tor zur Schlossfreiheit. Hans Dorn liest die Initialen als H.V.S. für Hugo von Stumm; die Krone verweist auf den 1888 verliehenen Freiherrnstand.
Steinerner Maskaron mit Bart und wildem Haar im Schlussstein eines Torbogens in Ramholz
Der Maskaron im Schlussstein des Torbogens. Solche Köpfe waren in der Bauzeit als Abwehrzeichen gedacht und gehören zum Repertoire der Seidl-Werkstatt.