Im fortgeschrittenen Alter griff Felix Muche selbst zum Pinsel. Sein erstes sicher datierbares Bild von 1924 trägt den Titel „Der Sonntagsmaler“ und zeigt ihn mit Staffelei auf einer Wiese in Ramholz; es ist noch mit „Felix M.“ signiert. Später zeichnete er als Felix Muche-Ramholz oder Felix Ramholz. Rund 65 Gemälde sind bekannt.
Aus einer konventionellen Form der naiven Malerei entwickelte er, vor allem in der Personendarstellung, einen eigenen, hintergründig ironischen Stil, auf den die Bezeichnung naiv nicht mehr genau passt. Bekannt wurden vor allem seine Selbstporträts und Eheszenen.
Einzelausstellungen hatte er 1966 im Schloss Fulda, 1993 in der Galerie der Sparkasse Schlüchtern und 1993 im Vonderau Museum Fulda. Vertreten war er unter anderem 1959 auf der Darmstädter Mathildenhöhe, 1964 in der Residenzgalerie Salzburg und im Kunstverein Oldenburg, 1981 in Böblingen, 1983 im Museum of Contemporary Art in Chicago und 1991 im Museum of Naive Art in Bath.
Eine Dauerausstellung mit seinen Werken zeigt das Bergwinkel-Museum in Schlüchtern im zweiten Obergeschoss. 2018 kam dort eine Sonderausstellung zu seiner privaten Welt hinzu, mit dem Original-Malkasten, persönlichen Fotografien und Dokumenten, als Leihgaben von Familien aus Ramholz und Schlüchtern.